Jungbauer-Gans, Monika | Lang, Sebastian
In diesem Beitrag wird untersucht, ob sich die Chancen, ein Masterstudium aufzunehmen, bei Bildungsinländern, Bildungsausländern sowie deutschen Absolventinnen und Absolventen unterscheiden. Die Entscheidung, ein Masterstudium zu absolvieren, hängt nicht nur von den Ressourcen und Bildungszielen, sondern auch von den institutionellen Rahmenbedingungen und Chancen der Verwertung des Masterabschlusses ab. Aus diesem Grund wird in dem vorliegenden Beitrag der Übergang ins Masterstudium von Studierenden aus einem europäischem und außereuropäischem Herkunftsland differenziert betrachtet. Begründet werden die Forschungshypothesen anhand der Rational Choice Theorie und der Ergebnisse des vorliegenden Forschungsstandes zur Bedeutung des Migrationshintergrundes für den Erwerb von Kompetenzen und der Ausgestaltung von Bildungsentscheidungen sowie zur Bedeutung der sozialen Herkunft für diese Prozesse. Die Analysen werden mit den Daten der Absolventenstudien der Abschlusskohorten 2009 und 2013 des DZHW durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Bachelorabsolventinnen und -absolventen mit einem Pass eines europäischen Landes schon ohne Kontrolle weiterer Einflussfaktoren häufiger als deutsche Absolventinnen und Absolventen ohne Migrationshintergrund ein Masterstudium ergreifen. Nach Kontrolle dieser Faktoren trifft dieses Ergebnis auch auf diejenigen Personen mit einem Bachelorabschluss zu, die aus einem außereuropäischen Land stammen. Bestätigt wird, dass internationale Studierende aus einem europäischen Land dieselbe Übergangsrate in das Masterstudium haben wie deutsche Bachelorabsolventinnen und -absolventen. Internationale Studierende, die mit einem außereuropäischen Pass ihren Bachelor an einer deutschen Hochschule gemacht haben, haben dagegen signifikant geringere Übergangsraten ins Masterstudium.
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